Im Naturpark Obere Donau stehen zahlreiche Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung – sowohl für erfahrene Kletternde als auch für Einsteiger. Bitte beachten Sie die geltenden Naturschutzregelungen und saisonalen Sperrungen zum Schutz seltener Tierarten.
Dem Fels ganz nah
Im Donautal reiht sich ein Fels an den anderen. Diese Vielzahl an Felsen schaffen wertvolle Biotope für Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Vögel brüten in den Felswänden und seltene Pflanzenarten, wachsen an, auf und um die Felsen. Nachts streicht der Luchs durch die Wälder. Um diese einzigartige Artenvielfalt zu schützen, sind die Felsen im Donautal zunächst grundsätzlich gesperrt. Doch auch den Kletternden soll Raum geboten werden, besonders bei so schönen Klettermöglichkeiten unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Daher gibt es Ausnahmen von der Regel, die die Landratsämter Sigmaringen, Tuttlingen und Zollernalb ermöglicht haben.
Landkreis Sigmaringen
Im Landkreis Sigmaringen wurde hierzu am 29.04.2008 eine Kletterverordnung erlassen, die am 28.12.2016 um eine Änderung ergänzt wurde.
Alle Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des Landratsamts Sigmaringen.
Landkreis Tuttlingen
Am Rabenfels im Bäratal sind vom 01.08–31.12 die Bereiche zwischen den Routen „Mister Wendl“ und „Gebrüderweg“ freigegeben.
Zeoschen „Die Zwienerische“ und „Knieschnaggler“ ebenfalls. Vom 01.01–31.07 herrscht hier jedoch eine Sperrzeit wegen der Brutzeit seltener Vögel. Die Kreuzfelsengruppe ist ganzjährig zum Klettern freigegeben.
Zollernalbkreis
Auf dem Naturparkgebiet, das zum Zollernalbkreis gehört, findet man mit dem Lochenstein einen interessanten Kletterfelsen. Hier sind mehrere Routen außerhalb der Vogelbrutzeit freigegeben (Freigabe vom 01.08. bis 31.12.).
bewusstWild klettern heißt:
- Auf den Kletterrouten und den angelegten Zu- und Abstiegswegen bleiben. Wildtiere können lernen, wo sie mit Menschen zu rechnen haben und betrachten sie dann nicht als Gefahr.
- Dämmerung und Nachtzeiten meiden. Gerade in der Dämmerung und in der Nacht sind viele Wildtiere aktiv. Sie brauchen diese ungestörte Zeit.
- Bei der Planung deiner Aktivität auf wertvolle Wildtier-Lebensräume und deren Verhaltensregeln achten. Auf deiner Tour können besonders geschützte Gebiete für Wildtiere liegen (bspw. Wildruhe- oder Naturschutzgebiete...). Informiere dich über deren Regeln und toleriere kurzzeitige Sperrungen von Felsen aufgrund von Naturschutzmaßnahmen.
Weitere Infos unter www.bewusstWild.de