Blühender Naturpark

Das Projekt "Blühende Naturparke" wird seit Frühjahr 2018 von allen sieben baden-württembergischen Naturparken umgesetzt und hat zum Ziel, in den Regionen für mehr Blühflächen zu sorgen.

Blühende Flächen mit heimischen, bestenfalls mehrjährigen Pflanzenarten sind existenziell für alle Arten von Insekten. Auf Grund des Wandels der hiesigen Kulturlandschaft reicht das Nahrungsangebot jedoch häufig nicht mehr aus und die Artenvielfalt hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Das Projekt "Blühende Naturparke" dient der Sensibilisierung der Bevölkerung und soll zum Nachmachen anregen.

Insekten brauchen Lebensräume

Insekten benötigen keine akkurat gemähten Flächen mit exotischen Pflanzen, sondern artenreiche, jedoch nährstoffarme Standorte. Ökologisch wertvolle Blühflächen anzulegen braucht deshalb ein wenig Know-How und Geduld, sie belohnen Mensch und Umwelt aber mit langjährigem Blühen und wenig Arbeitsaufwand.  Blühflächen mit heimischen Arten bieten über die gesamte Vegetationsperiode Nektar und Unterschlupfmöglichkeiten für hungrige Wildbienen, Schmetterlinge, Spinnentiere und Co.  Gemäht werden diese Blühflächen in der Regel nur ein- bis zweimal pro Jahr, das Schnittgut wird abgeräumt, um eine unnötige Nährstoffzufuhr zu verhindern.

Eine Biene fliegt neben rosafarbener Wildblume. Der Hintergrund ist unscharf.

Blühenden Kommunen und Unternehmen

Bunte Wildblumenwiese mit leuchtend roten Mohnblumen, weißem und violetten Blüten vor einem Haus

Der Naturpark unterstützt aktiv Unternehmen und Kommunen, die mehrjährige Blühflächen mit heimischen Arten anlegen wollen. Wir beraten Sie gern hinsichtlich der Planung, geeignetem Saatgut für den betreffenden Standort und begleitender Öffentlichkeitsarbeit. Melden Sie sich gern bei uns, wenn Sie sich vor Ort für den Insektenschutz engagieren möchten.

Saatgut von hier

Nahaufnahme von rotem Marienkäfer zwischen trockenem Gras und Pflanzenresten

Standortangepasstes, zertifiziertes Saatgut für ökologisch wertvolle Blühflächen ist oft nicht so einfach zu bekommen. Deshalb unterstützt der Naturpark bereits seit 2020 das Vorhaben des Naturpark-Partners regio-saat.de, Saatgut direkt von Wiesen aus der Region zu gewinnen und aufzubereiten. Alle Informationen zum Thema Wiesendruschsaatgut finden Sie unter www.regio-saat.de .

Pädagogik für mehr Artenvielfalt

Junge betrachtet Pflanzen auf einer Wiese mit einer Lupe.

Nur was man kennt, kann man auch schützen. Genau deshalb bieten wir Schulen und Kindergärten im Naturpark die Möglichkeit, mit ausgebildeten Artenvielfalts-Pädagoginnen zu erleben, warum wir Menschen auf Insekten angewiesen sind und was jeder und jede Einzelne tun kann, um die Welt ein wenig insektenfreundlicher zu gestalten.

Harald Mayer betreibt extensive Bewirtschaftung von Grünland

Pioniere des Wiesendruschs

Als Landwirte treibt uns das Thema der Saatgutgewinnung von artenreichen Blühwiesen seit Jahren an. Die Ernte mit dem Mähdrescher und die Aufbereitung des Saatguts haben wir in den letzten Jahren immer weiter professionalisiert. Zwischenzeitlich hat sich daraus ein eigenes Unternehmen entwickelt.

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